DDR Museum Mühltroff im Vogtland Land Sachsen

Umfrage an unsere Besucher

Welche besonderen Erinnerungen haben Sie an die Zeit, als Deutschland noch geteilt war?
Was haben Sie zum Beispiel per Post in den "Westen" geschickt oder anders herum in den "Osten"?
Uns interessieren hier keine politischen Standpunkte, sondern vielmehr die kleinen Kuriositäten des Alltags zu jener Zeit.

von Rolf T. am

1973 herum war ich mit meinen Eltern zu einer Hochzeit im "Gasthaus zum Halbmond" (richtiger Name?) bei den damaligen Wirtsleuten eingeladen. Zum Polterabend wurde ein LKW voll Schrott abgeladen. Das war eine Aufregung, zumal der Polterabend damals noch der Abend vor der Hochzeit war. So eine Menge Polterschrott hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. Auf dem am Abend gemachten Gruppenfoto sind alle im lustigen Outfit der frühen Siebziger zu sehen. Was wohl aus den Leuten so geworden ist, besonders aus meiner mir zugeteilten, sehr netten Begleitung. Wäre schon mal interessant. Ich war seitdem nicht wieder in Mühltroff. Gruß aus Aue


von Stephan Göbeke-Teichert am

Jugenderinnerung: Wir hatten Verwandtschaft in der DDR. Von dort kam die Bitte von Matthias, damals 15 / 16 Jahre alt, ob ich ihm nicht bitte eine LP von "Falco" schicken könnte. Ich fand damals Falco saublöd und schickte sie, in dem Glauben er könne die sich doch selber im Laden kaufen, nicht. Heute ärgere ich mich dolle über meine Naivität und Verhalten. Dass tat aber Matthias keinen Abbruch, er schaffte es, auch ohne Falco, aufgrund von Fleiß und Disziplin in ein Bayerisches Staatsministerium.


von Andreas Kelch am

Ich erinnere mich noch, dass man als Kind nie so viel Süssigkeiten kaufen durfte wie man eigentlich wollte, obwohl man mehr als ausreichend Geld in der Tasche hatte. Die Verkäuferin sagte immer so etwas wie "Die anderen Kinder wollen auch etwas abhaben, daher gibt es für Dich nur eine Tüte" oder "Das ist schlecht für die Zähne, Du bekommst nur eine Tafel Schokolade". Kann man sich heute kaum noch vorstellen ...


von Andreas Kelch am

Ich erlebte die Wende mit 12. In der DDR gab es den Quasi-Zwang sich als Kind in einer Arbeitsgemeinschaft zu beteiligen. Das konnte die Ausübung einer Sportart oder ein Zeichenkurs etc. sein. Nun war die Auswahl aber begrenzt und ich hatte darauf anfangs keine Lust bzw. konnte mich nicht entscheiden. Am Ende blieb mir daher nur noch die Wahl zwischen dem Kochkurs (geleitet von meiner Mutter ... sehr peinlich) und Rudern (Sportart). Trotz des praktisch alternativlosen beziehungsweise vorgegebenen Lebenslaufes, blicke ich nun auf eine erfolgreiche insgesamt 16 - jährige Ruderkarriere zurück, die mir sehr geholfen hat ein erfülltes Leben zu führen.


von Harri Somnitz am

Postkarte Interflug 02.01.1971 kam 4-5 Tage spaeter ungestempelt zu Haus an. Aehnliche Postkarten im Internet waren gestempelt. Ich habe noch die Briefmarke und Bericht in meinem Berliner Tagebucheintrag von 1971


von Fabian Berends am

Als die Grenzen der DDR geöffnet wurden, zu diesen Zeitpunkt war ich in West Berlin.


von Manuela Schneider am

Tante+Onkel aus dem Westen waren zu Besuch und kehrten ein. Jägerschnitzel wurde bestellt und die Überraschung war groß, als statt des erwarteten Schnitzels mit Pilzsoße unsere im Osten geliebten Jagdwurstscheiben mit Tomatensoße auf den Tisch kamen. :-)


von Ralph Teichmann am

Wir, meine Mutter und meine Schwester waren oft in den Sommerferien bei unserer Oma in Mühltroff zu Besuch.
Bis heute in Erinnerung habe ich die meist stämmigen Damen der Zollverwaltung, die in den Zügen in barschem Ton, den Umtausch von DM in DDR-Mark durchführten.
Ich fragte mich immer, was wir den Leuten wohl getan haben.



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