DDR Museum Mühltroff im Vogtland Land Sachsen

Umweltpolitik der DDR

In einer Studie von 2009 wird die ökologische Bilanz der DDR als "katastrophal" bezeichnet. Durch die Verwendung von Rohbraunkohle hatte das Land den höchsten Ausstoß von Schwefeldioxid und die höchste Staubbelastung aller europäischer Staaten.

Durch die Luftverschmutzung lag die Sterblichkeit bei Männern an Bronchitis, Lungenemphysem und Asthma mehr als doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. Rund 1,2 Millionen Menschen hatten keinen Zugang zu Trinkwasser, das der allgemeinen Güternorm entsprach. Nur 1 Prozent aller Seen und 3 Prozent aller Flüsse galten 1989 als intakt. Bis dahin waren nur 58 Prozent der Bevölkerung an eine Kläranlage angeschlossen. 52 Prozent aller Waldflächen galten als geschädigt. Mehr als 40 Prozent des Mülls wurden nicht ordnungsgemäß entsorgt. Für Sondermüll gab es keine Hochtemperaturverbrennungsanlagen.

Mit der Begründung, die Umweltdaten würden vom Klassenfeind zur Diskreditierung benutzt, wurden ab 1970 die Daten als "Vertrauliche Verschlusssache" und ab Anfang der 1980er Jahre als "Geheime Verschlusssache" eingestuft und so der Öffentlichkeit vorenthalten. Kritik an der Umweltpolitik wurde rücksichtslos unterdrückt.

Quelle Wikipedia


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